Cookie-Dropping – effizient und unseriös?

Oktober 27, 2008 – 7:39 am

Das so genannten Cookie-Dropping sorgt zunehmend für Verwirrung bei Werbetreibenden. Ist es überhaupt legal und wieso erlauben Affiliate-Programme diese Art der Werbung?

Laut den meisten AGBs der Affiliate-Anbieter muss ein Werbemittel das letzte gewesen sein, das ein Kunde vor seinem Kauf/Aktion gesehen hat. Nur dann steht ihm die ausgeschüttetete Provision zu. Ein Post-View-Tracking kann dabei auf verschiedene Art und Weise eingesetzt werden. Eine Variante ist, dass ähnlich wie bei google-Bannern je nach Werbeformat drei oder mehr Kampagnen in ein Werbemittel gepackt werden. Getreu dem Motto, je mehr Cookies ich streue desto größer die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs. Eine weitere Variante sind Layer und Popups. Hier werden anstatt Grafiken (wie sonst üblich) einfach direkt die Zielseiten des Werbetreibenden ausgesteuert. In diesem Fall wird nicht nur ein Cookie gesetzt, sondern der Werbetreibende profitiert von echten Besuchern auf seiner Seite. Denn bei jedem Aufruf wird ein Besucher gewollt oder ungewollt auf die Seite des Werbetreibenden gelenkt.  Ob hier von Besucherqualität gesprochen werden kann, lasse ich im Raum stehen und ist ein Thema für sich.

Ziel des Cookie-Droping (oder Post-view-Tracking) ist somit ausschließlich so kostengünstig wie möglich Reichweite einzukaufen und die jeweiligen Platzierungen nach Abverkäufen zu optimieren. Je nach Einsatz der Werbeform wird teilweise einfach nur durch das Einblenden des Werbemittesl dem Nutzer also ein Cookie gesetzt. Dieser weiß im Grunde nichts davon und wenn er Tage später eine Reise bucht und ein Cookie von dem Reiseanbieter gesetzt bekommen hat, bekommt er eine entsprechende Rückvergütung. Es ist also im Grunde kein Impuls durch die Werbung erfolgt, sondern lediglich mit “Schrot” durch die gegend gefeuert worden. Hierbei ist es auch völlig egal, ob die Werbung im direkt sichtbaren Bereich auftaucht oder ganz am Ende der Seite platziert ist – ein Cookie wird immer gesetzt.

Über die Seriösität und Qualität dieser Werbeform muss diskutiert werden.  Ich bin mir sicher, dass die “Dunkelziffer” im Web sehr viel größer ist als angenommen. Denn wer weiß genau, ob die Seiten, die das Cookie gesetzt haben, auch tatsächlich den Impuls zum Kauf gaben und somit auch tatsächlich eine Provision “verdient” haben. Vielleicht hat es sich auch um einen “Stammkunden” gehandelt, der einfach ein solches Cookie zuvor gesetzt bekommen hat. Dieser Umsatz geht nicht zu 100% an den Anbieter, sondern wird dem Seitenbetreiber/Agentur indirekt in Form einer Provision rückvergütet.

Ersmtal genug zu diesem Thema ;) Folgt bald mehr …

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