Wieso steckt Bewegtbild-Werbung in den Kinderschuhen?

August 5, 2008 – 7:14 am

In einem meiner letzten Artikeln zum Thema Bewegtbild-Werbung habe ich kurz angedeutet, dass ich gerne etwas näher auf das Thema “Video-Werbung steht erst am Anfang” eingehen werde.

Was sind die Gründe dafür?

  1. Zunächst ist es das Budget. Im Vergleich zu klassischen Bannern ist das eingesetzte Mediabudget noch recht gering.
    ==> Wie Nielsen in einer aktuellen Studie aufzeigt, gehen gerade mal rd. 600.000 EUR pro Monat (Schnitt) in die Werbeform.
  2. Video-Werbung eilt der große TV -Schatten voraus – sie sei teuer
    ==> stimmt so nicht
  3. Einige Mediaagenturen müssen die Kunden noch intensiver und transparenten beraten.
    ==>Einfache Projektion des TV-Spots ins Medium Internet wird keine Erfolge bringen. (Wir sprechen aus Erfahrung;) Auch aus Agentursicht sind außerdem je nach Strukturierung Konflikte mit Online/TV-Abteilung zu bewältigen.
  4. Es fehle an Reichweite.
    ==> Im Bereich User-generated Video-Content ist die Reichweite teilweise schon sehr groß. Im hochwertigen Video-Umfeld (z.B. Video on Demand, etc.) steigen die Reichweiten kräftig – jedoch ist noch ausreichend Spielraum nach oben vorhanden.
  5. Video-Werbung wird als Wunder-Werbeform gesehen und die Klickraten müssten wesentlich höher als bei Layern oder Popups liegen.
    ==> Das ist die Wunschvorstellung. Je nach Produkt werden in der Tat serh gute Klickraten erzielt. Aber das dar nicht als einziges Kriterium gesehen werden.
  6. Conversion muss wesentlich höer sein als bei klassischer Werbung
    ==> Ähnliches Problem wie bei Punkt 5. Sicherlich ist Video-Werbung teurer als klassische Bannerwerbung. Nur bietet diese Werbeform mit Audioelementen und bewegten Bildern weit mehr als klassische Banner. Geppaart mit Interaktiven Elementen kann diese Werbeform wesentlich mehr …
  7. Video-Werbung ist teuer in der Produktion
    ==> Auch das muss mittlerweile nicht mehr sein. Unternehmen, die einen TV-Spot produzieren, müssen einfach für das Medium online mit planen und sollten nicht den Fehler machen, einfach nur den TV-Spot Zweitzuverwerten. Für Firmen, die ausschließlich Online Werbespots umsetzen wollen, gibt es ebenfalls sehr attraktive Möglichkeiten
  8. Tracking von Video-Werbung ist problematisch
    ==> Hier gibt es bei dem ein oder anderen Betreiber noch sicherlich ein wenig Nachholbedarf. Bei den meisten Anbieter ist ein separates Tracking mit einem Adserver kein Problem – teilweise können auch klassische Redirect von Kunden- oder Agenturseite eingesetzt werden. Was das Tracken der Conversion angeht, sollte es gar keine Probleme geben.
  9. Damit ich im Video-Umfeld präsent sein klann, muss ich einen eigenen Video-Spot haben
    ==> Das stimmt so nicht. Es gibt mittlerweile auch Verfahren (z.B. Split-Screen), bei dem eine einfache Grafik (z.B. Flash oder gif) in das Video eingeblendet wird. Je nach Anbieter kann dies horizontal oder vertikal erfolgen. Wie bei einem Layer verschwindet die Werbung nach 10-15 Sekunden und/oder es ist entsprechend “Schließen”-Button vorhanden.
  10. Es fehlt an Kontrolle – wo genau wird das Video geschaltet.
    ==> Das ist sicherlich ein sehr sensibles Thema. Werbetreibende wollen gerade in solch einem Umfeld meist die 100%-ige Sicherheit. Was den User-Generated Video-Content angeht, kann kein Anbieter diese Sicherheit zu 100% garantieren. Auch wenn es einige Sicherheitsmechanismen mittlerweile gibt. Angebote, die z.B. auf Paid-Content (z.B. Filme) abzielen hingegen sehr wohl.

Die Liste könnte man sicherlich noch weiterführen (vielleicht mache ich das in den nächsten Wochen auch noch). Jetzt reicht es erstmal ;)

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