StudiVZ mit personalisierter Werbung

Dezember 15, 2007 – 2:10 pm

Die Diskussion um die Vorgehensweise und die Absicht von StudiVZ haben in den letzten Tagen für ein großes Medienecho gesorgt. So schreibt beispielsweise Spielgel Online, Welt Online und RP Online meist zu recht sehr kritisch über das Thema “personalisierte Werbung bei StudiVZ”. Das Datenschutz-Experten aufgrund der wohl zum Teil nicht ganz eindeutigen neuen AGBs bedenken äußern, ist verständlich. Was hingegen “alter Kaffee” ist, ist die Diskussion um personalisierte Werbung – zumindest wenn es um zielgesteuerte Steuerung nach Alter und Geschlecht geht. Das Thema wird seit Jahren bereits in anderen Communities in einem kleineren Stil mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt. Eine Werbeschaltung nach Alter oder Geschlecht ist nicht wirklich neu. Auch sind einige Communities bereits soweit Werbung auf Basis von Interessendatenbanken auszusteuern. Neu ist hingegen die Tatsache, dass weitere Profildaten außerhalb der geschlossenene Community gesammelt und später dann verwendet werden sollen. Erst kürzlich äußerten Datenschützer Bedenken aufgrund des Facbook Vorhabens. Das Unternehmen verkündete nämlich Werbung wesentlich gezielter und personalisiert in der eigenen Community aussteuern zu wollen. Das alleine klingt erstmal wenig schlimm. Aber auch Facebook hat Vorhaben geäußert das Surfverhalten nicht nur in der eigenen Community zu beobachten.

Der “gläserne Surfer” ist generell sicherlich ein sehr heikles Thema. Aber nicht nur Facebook oder StudiVZ streben diese Form der Profilgenerierung an. Anbieter wie wunderloop oder nugg.ed sind bereits seit längerer Zeit in dem Umfeld behaviour oder predictive Targeting unterwegs. Dabei sollte nach Meinung einiger so genannten Experten Behaviour-Targeting bereits in diesem Jahr ein toller Erfolg werden. Von einem großen Erfolg kann dabei aber nicht die Rede sein. Im Vergleich nehmen Werbekampagnen mit behaviour Targeting immer noch einen ganhz geringen Anteil ein.

Aller Hoffnung von personalisierter Werbung soll aber nicht nur die Effizienz für Werbetreibende, Mediaagenturen, Vermarkter und Werbeträgern sein. Auch für die Konsumenten erhofft man sich einen Vorteil. Denn Werbung, passend zur Vorliebe und Interesse des Nutzers, soll nicht als störend und nervend, sondern vielmehr als eine Art Mehrwert empfunden werden.

Die aktuelle Diskussion wird sicherlich auch im neuen Jahr weitergehen. Meine persönliche Hoffnung ist, dass sich die gesamte Technik weiter verbessert, die Profilkriterien unter Achtung der Datenschutzbestimmungen weiterentwickelt werden und so eine neuerliche Diskussion in 2008 unnötig wird.

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