Politiker kassieren richtig ab

Juli 5, 2007 – 7:50 pm

Eigentlich hatte ich mir fest vorgenommen, hier in dem Blog nichts zum Thema Politik zu schreiben. Der gestrige Tag bzw. der heutige Bericht über die Nebeneinkünfte unserer Politiker kippte diese Haltung zumindest temporär. So ist es für mich doch sehr verwunderlich wie ein FDP-Vorsitzender Guido Westerwelle neben seinem Bundestagsmandat 14 Nebentätigkeiten ausübt. Hinzu kommen zwei Tätigkeiten als Beirat, die ihm mindestens 98.000 EUR mehr pro Jahr zur Verfügung stehen.

Auch wenn die Großverdiener wie unser ehemaliger Arbeitsminister Walter Riester (SPD) seine Zusatzeinkünfte mit der Notwendigleit für die Sache abtut, ist es schon erstaunlich, wieviele Beiratsmandate und beratende Tätigkeiten die Herren Politiker wahrnehmen. Es sollte doch jedem Politiker, der vom Volk gewählt und bezahlt wird, klar sein, dass er 100 Prozent seiner Arbeitszeit in seinen Job investiert. Mit 14 oder mehr Nebentätigkeiten bleibt Zweifel, ob das tatsächlich möglich ist.

Sitzt ein Abgeordneter als Beispiel in einem Gremium bei einem Energieversorger, wird er sicher nicht völlig unbelastet in Debatten über die Energiepolitik gehen. Ich muss schon sagen, dass ich schwer geschockt war und befürchte, dass die tatsächlichen Zusatzeinnahmen von Politikern tatsächlich noch wesentlich höher ausfallen, da mit dem Urteil die genaue Höhe nicht nachvollziehbar ist. Ein Beispiel liefert dieser Artikel.

Die Angela Merkel gibt als Nebentätigkeit Bundeskanzlerin an. Sie verdient inklusive Zulagen 200.552,16 EUR pro Jahr.

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